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ISDN ade

ALL-IP – Zeit für das neue Netz!

Zunkunft All-Ip

Das Ende der ISDN-Ära

Rein technisch steht ISDN für „Integrated Services Digital Network“, aus deutscher Anwendersicht steht ISDN für ein langjähriges, stabiles und zuverlässiges Kommunikationsnetz.

ISDN wurde bereits in den 80er Jahren entwickelt und international durch die ITU spezifiziert.

ISDN standardisiert ein digitales Telekommunikationsnetz und vereinheitlicht verschiedene Dienste wie etwa Telefonie und Datendienste, Teletext oder Datex-P in einem einzigen Netz.

Zuvor erforderten die unterschiedlichen Dienste jeweils eigene Netze, die durch sogenannte Gateways, also Systeme zum Übergang zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzen, miteinander verbunden wurden.

ISDN ein deutsches Phänomen

Auslöser der ISDN-Entwicklung und -Einführung war die fortschreitende Digitalisierung in den Vermittlungsstellen und die damit einhergehende Transformation der bis dato gängigen Analog-Technik.

Die Vorteile von ISDN lagen auf der Hand, denn zum einen konnte durch den Einsatz digitaler Technik die Leistungsfähigkeit erhöht werden und zum anderen gleichzeitig eine zweite Verbindung, etwa für die Telefonie oder für die Fax-Übertragung bereitgestellt werden.

Seit Einführung durch die Deutsche Bundespost im Jahr 1989 hat sich ISDN speziell in Deutschland zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und sich als ein Synonym für Stabilität, Verfügbarkeit und hochwertige Sprachqualität etabliert. Mitte 1995 konnte ISDN flächendeckend in Deutschland angeboten werden und erreichte bis 2007 die Höchstmarke von 12,86 Millionen Anschlüssen.

Hingegen lag 2014 die Anzahl bereits wieder daruter.

Grund war die bereits erfolgte Umstellung der Netze auf sog. Outdoor-DSLAM und die neuen, nun aktiv vermarkteten, All-IP-Tarife der Deutschen Telekom.

ISDN-Anschlüsse wurde nur noch in Ausnahmenfällen bereitgestellt!

Die Umstellung auf ALL-IP betraf im ersten Schritt die Privat- und kleinen Geschäftskunden, die Internet und Telefonanschluss auf Basis eines sog. Mehrgeräteanschluss mit ADSL-oder VDSL-Zugang über die Telekom bezogen.

Für Geschäftskunden mit mehreren ISDN-Basisanschlüssen steht ab Oktober eine zubuchbare Option für mehr als zwei IP-basierter Sprachkanäle am ALL-IP Anschluss zur Verfügung.

Kunden, die mehr als 10 Rufnummern (MSN) auf ihren ISDN-Mehrgeräteanschlüssen einsetzen, müssen aus regulatorischen Gründen derzeit einen zweiten ALL-IP-Anschluss beantragen.

Geschäftskunden mit einem sogenannten ISDN-Anlagenanschluss waren im ersten Schritt noch nicht betroffen, da der für deren Umstellung notwendige SIP-Trunk der Telekom erst jetzt verfügbar ist und ab Anfang 2017 offiziell, aktiv vermarktet wird.

  • Für Interessierte bieten wir Ihnen in der rechten Spalte den Download der Infobroschüre zu den SIP-Trunks der Telekom und einen Link zum Infofilm an!
  • Allerdings raten wir Ihnen dringend vor der Beauftragung mit uns Rücksprache zu nehmen!

Für alle Kunden gilt – das ISDN-Zeitalter wird spätestens im Jahr 2018 enden.

Das Ziel ist ehrgeizig, denn es entfallen auf den Geschäftskundenbereich noch etwa drei Millionen Anschlüsse, die sich auf rund zwei Millionen Kunden verteilen.

Das bedeutet rein rechnerisch, dass mehrere Zehntausend Anschlüsse pro Woche umgestellt werden müssen.

Durch eine zunehmende Konvergenz der Netze und Dienste (Mobilfunk, Internet & Sprache), die vollständig auf das Internet Protokoll (IP) setzen und den damit einhergehenden Bedarf nach hohen Bandbreiten, hat sich ISDN als Transportnetz überholt und ist zur ausschließlichen Nutzung für Sprachdienste unwirtschaftlich geworden.

Der Vorteil konvergenter „ALL-IP-Netze“ ist offensichtlich.


Links zum Thema Umstellung von ISDN auf auf VoIP (Voice over IP):


weitere Infos erhalten Sie jederzeit auf Anforderung

oder in unseren Veranstaltungen zum Thema.